Produktionsschule ist ein Lernort, an dem Arbeiten und Lernen sich gegenseitig bedingen. Junge Menschen machen in Produktionsschulen Lernerfahrungen an Produktion und Dienstleistungen. Sie wollen mit ihrem Lernkonzept einen Beitrag zur Überwindung von Bildungsarmut leisten.

Im Mittelpunkt steht eine sehr hohe Praxis- bzw. Handlungsorientierung aller Lernprozesse. Mit ihrem Konzept des praktischen Lernens machen Produktionsschulen die erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen der Jugendlichen zum Ausgangspunkt.

Produktionsschulen legen dabei besonderen Wert auf eigene Wirksamkeitserfahrungen und die Eigenmotivation der Lernenden. Produktionsschule basiert auf der freiwilligen Entscheidung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Freiwilligkeit bedeutet nicht Willkür.“

Die Jugendlichen müssen sich selbstverständlich in der Produktionsschule an die „Regeln des Hauses“ halten.

 

Das bedeutet für die Produktionsschule des ABW Angermünde:

 

1.Ziele

Wir, das Team der Produktionsschule entwickeln Orientierungs-, Vorbereitung und Qualifizierungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene, um ihre berufliche und soziale Integration zu ermöglichen.

Vorrangig wollen wir Jugendlichen ohne Abschluss oder mit unzureichendem Schulabschluss durch arbeitsbegleitende Qualifikationen in das Erwerbsleben integrieren.

In unserer Produktionsschule sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – unter fachlicher Anleitung – produzierend tätig. Es geht um die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, die Herausbildung sozialer und methodischer Kompetenzen sowie Fachqualifikationen. Fachliche Qualifizierung und Entwicklung sozialer Kompetenzen gehen Hand in Hand, um Persönlichkeitsstabilisierung und Persönlichkeitsentwicklung anzuregen.

Die Proda des ABW Angermünde vermittelt eine positive Einstellung zum lebenslangen Lernen und fördert damit die Eigenverantwortung für die Ausgestaltung des Lebensweges.

Unsere Produktionsschule versteht sich als ein eigenständiger Bestandteil des beruflichen Bildungssystems.

Prinzipien

Arbeiten, Leben und Lernen sind so organisiert, dass sie den Jugendlichen das Gefühl von Orientierung und Verbindlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.“

 

  1. Schule ist ein Haupteckstein der Produktionsschule Angermünde.

    • Lernen besitzt höchste Priorität ….. "wer nicht lernen will“, ist an der Produktionsschule Angermünde falsch!

  1. Jeder Jugendliche, der in die Produktionsschule aufgenommen werden möchte, muss:

    • sich schriftlich bewerben. Für das Vorstellungsgespräch nehmen sich die Produktionsschulleitung und die Sozialpädagogen viel Zeit, damit gemeinsam mit dem Jugendlichen entschieden werden kann, ob eine Aufnahme möglich und der Weg richtig ist.

  1. Der höfliche und rücksichtsvolle Umgang mit- und untereinander ist die Grundregel.

    • So zeigen die „alten“ Produktionsschüler den „neuen“, dass ein „Grüßen“ innerhalb des Produktionsschulteams eine Normalität ist – auch die Gäste, die auf das Gelände bzw. in die Gebäude der Produktionsschule kommen, werden selbstverständlich begrüßt.

  1. Lösungen für Handy-Problematik.

    • Alle Handys werden min. zu Beginn des Arbeitstages stumm und/oder ausgeschaltet.

    • Während des Unterrichtes, bei allen Besprechungen, Beratungen oder Unterweisungen werden die Handys völlig Ignoriert.

 

Bereits im Erstgespräch wird mit den Jugendlichen besprochen, dass sich die Werkstätten untereinander bei der Produktion unterstützen!